Reusspark Stadt Luzern - Einstufiger Projektwettbewerb im offenen Verfahren
Das Preisgericht empfiehlt einstimmig, das Projektteam des erstrangierten Projekts Nr. 1 «BaBeL Fisch» zur Weiterbearbeitung und Realisierung zu beauftragen. Das Siegerprojekt erfüllt in der Gesamtschau die Kriterien Freiraumgestaltung, Ökologie und Stadtklima, Wasserbau, Nutzung und Funktion, sowie Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit im Vergleich mit allen 27 beurteilten Wettbewerbseingaben am überzeugendsten. Der Stadtrat folgt der Empfehlung des Preisgerichts und würdigt insbesondere, dass sich das Siegerprojekt überzeugend in das Quartier einfügt und eine gelungene Verbindung zwischen Natur, Stadtraum und sozialer Nutzung schafft. Hervorzuheben sind die gelungene Einbettung in die schwierige Topografie, die klare Wegeführung, die zentrale Lichtung mit Treffpunkt sowie die Verknüpfung von Fluss- und Stadtebene. Das Projekt verfügt mit seinem stark sozialräumlich geprägten Konzept über hohes Potenzial zur Entwicklung einer eigenständigen Quartiersidentität.
Sachpreisgericht Marco Baumann, Stadtrat Umwelt- und Mobilitätsdirektion Cornel Suter, Vertretung Stadtgrün Nico Hardegger, Vertretung Stadtplanung Katja Dürst, Umweltschutz (Ersatz) Fachpreisgericht Lorenz Eugster, Landschaftsarchitekt FH / SIA / MAS EPFL (Vorsitz) Gudrun Hoppe, dipl. Ing. Landschaftsarchitektin BSLA, Nachdiplomstudium Landschaftsplanung und Naturschutz HSR, Landschaftsarchitektur FH Kobe Macco, Landschaftsarchitekt BSLA, Dipl. Ing. Architekt, MSc. Architecture Urbanism and Building Sciences Tabea Michaelis, dipl. Ing. Landschaftsarchitektin, MSc Urban Design Ramel Pfäffli, dipl. Ing. Landschaftsarchitektin FH BSLA (Ersatz) Expertinnen und Experten David Walti, IUB Engineering AG, Experte Wasserbau Thomas Kolb, KOLB Landschaftsarchitektur GmbH, Baukosten Konstantin Kuttenberger, Tiefbauamt, Stadt Luzern Fritz Bächle, Stv. Leiter Stadtgrün, Stadt Luzern Christian Wandeler, Sicherheitsmanagement, Stadt Luzern Edina Kurjakovic, Quartierentwicklung, Stadt Luzern Jovanka Brusin, Sentitreff Stefan Herfort, Natur- und Landschaftsschutz, Stadt Luzern Michael Schluh, Dienststelle vif, Kanton Luzern Armin Meyer, Korporation Luzern
Die Stadt Luzern plant entlang der Reuss beim südlichen Bereich der St.-Karli-Brücke die Schaffung eines Flussuferparks. Ziel ist es, das Quartier Basel-Bernstrasse, das unter einem Mangel an Freiflächen leidet, mit einem neuen Erholungsraum zu bereichern. Der Park soll in Verbindung mit dem bestehenden Dammgärtli entwickelt werden und ökologische Aufwertungen am Reussufer beinhalten. Die Umsetzung erfolgt in zwei Phasen: der westliche Teil ab ca. 2028, der östliche Teil (Dammgärtli) voraussichtlich ab 2032. Gesucht werden innovative, klimaangepasste und interdisziplinäre Lösungen. Das Verfahren ist ein einstufiger, offener Projektwettbewerb gemäss SIA 142 für Teams aus Landschaftsarchitektur, Wasserbauingenieurswesen und Ökologie.