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Projektwettbewerb·St. Gallen

Tagesbetreuung und Kindergarten Halden, Neubau Oberhaldenstrasse 15, St.Gallen

Gewinner
Richter Tobler GmbH
Gärtnerstr. 46, 4057 Basel
chf 43'240
Empfehlung des Expertengremiums

Nach Urteil des Preisgerichts hat der Beitrag «ZVIERI (1)» die Wettbewerbsaufgabe am überzeugendsten gelöst und wird im Bericht unter anderem wie folgt gewürdigt: «Das vorgeschlagene solitäre Gebäudesitzt quer zum Terrainverlauf hangabwärts, womit der Hartplatz bestehen bleiben und der Baumschutz eingehalten werden können. Auf die Nähe zum Haus Grün wird, mit dem in den Obergeschossen 2 und 3 im Nordosten sozusagen aus dem Volumen negativ ausgeschnittenen transparenten und luftigen Aussenhof volumetrisch subtil reagiert. Die betriebliche Funktionalität erreicht einen sehr hohen Erfüllungsgrad. Die Typologie basiert auf einem nördlichen Erschliessungskern mit Treppen, Lift, Toiletten und zentraler Garderobe für eine Betreuungsgruppe pro Geschoss. Die Gruppenräume umfassen, mit bester Orientierung den nördlichen Kern und sind untereinander auch koppelbar. Im Erdgeschoss auf Platzniveau nach Osten ist die Küche angeordnet, was sehr begrüsst wird. Die Büros Leitung und Team liegen im Obergeschoss 1 nach Osten inmitten der gesamten Betreuungseinrichtung strategisch optimal. Der attraktive Kindergartenliegt im Untergeschoss nach Südwesten mit eigenem gedecktem Eingang und schönem Aussenbereich. Die Erschliessung der Eingänge der Gruppen 1 und 2 ebenerdig von Norden und die der Gruppen 3 und 4 über die östliche Aussentreppe und über die Aussenterrasse entflechtet die Personenströme und wird sehr begrüsst. Die Erschliessungshalle mit doppelläufigen Treppen erzeugt ein räumliches Ankunftserlebnis und bietet die gewünschte Trennung. Das Projekt weist im Projektvergleich eine gute Volumeneffizienz mit einem einzigen Untergeschoss, verkleinertem Fussabdruck und einfachem Aushub eine gute Wirtschaftlichkeit auf. <ZVIERI (1)» kann im Vergleich der vertieften Ökobilanzierung den ambitionierten und angestrebten Zielwert der Treibhausgasemissionen von 6 kgCO2-eq/mEBF2/a in Erstellung sowie einen emissionsfreien Betrieb aufgrund der hohen Energiegewinnung aus erneuerbaren Energien gewährleisten. Das solitäre Gebäudesetzt sich mit seiner Höhe gegenüber dem Bestand ab, nimmt mit dem Aussenhof und den Vordächern die Traufhöhe des Bestandes aber bewusst auf. Die Entflechtung der Personenströme mit der grosszügigen Treppenhalle gefällt. Der Vorschlag sucht mit neben den konstruktivtechnischen Aspekten einen adäquaten Ausdruck der Nachhaltigkeit nach aussen und innen und erzeugt eine beheimatende Atmosphäre für Kinder und Betreuende. Der Vorplatz des Hortgebäudes schliesst punktuell an den bestehenden Pausenplatz an, die beiden Bereiche werden räumlich differenziert. Der Hartplatz, der vollständig erhalten bleibt und höherliegt als der Pausenplatz, wird über eine breite Treppenanlage erschlossen. Der Terrainverlauf des Hanges bleibt weitgehend unverändert; nur auf Seite Fuchsenweg sind grössere Abgrabungen für den Kindergarten-Aussenbereich nötig. Die Baumschutzbereiche werden nicht tangiert. Dieses Projekt überzeugt insgesamt durch die sehr sorgfältige Planung und den eigenständigen, der Aufgabe und der Umgebung angemessenen Ausdruck.» Die detaillierte Begründung ist dem beiliegenden Bericht zu entnehmen. Bei den weiteren Planungen sind die in den allgemeinen Feststellungen und im Projektbeschrieb festgehaltenen Kritikpunkte zu berücksichtigen.

Publikationsdatum
15.04.2026
Kurzbeschrieb

Die Schulanlage Halden wurde 1966 bis 1968 von den Architekten Glaus und Stadlin geplant bzw. gebaut, im Jahr 1969 eröffnet und im Jahr 1974 mit dem dritten Gebäude erweitert. Die drei Gebäude werden seit der Sanierung im Jahr 2002 auf Grund ihrer neuen Fassadenfarben als «Haus grün», «Haus blau» und «Haus rot» bezeichnet. Aktuell werden in der Primarschule Halden 18 Klassen beschult. Die Tagesbetreuung ist in einem der Schulgebäude untergebracht. Ein Neubau soll die Raumnachfrage für ein bedarfsgerechtes Angebot an städtischer Tagesbetreuung und einen effizienten Schulbetrieb sicherstellen. Der Aussenraum ist vielfältig und sorgsam gegliedert. Dementsprechend behutsam und haushälterisch muss ein neues Volumen mit Aussenflächen für die Tagesbetreuung in den vorhandenen Aussenraum eingefügt werden. Die Hauptnutzfläche des zu projektierenden Neubaus umfasst somit 13 Raumeinheiten à 75 m2. Hinzu kommen die Nebennutzflächen sowie die Funktionsflächen. Der Neubau wird primär von der Tagesbetreuung und einem Kindergarten genutzt. Die Räume der künftigen Tagesbetreuung sind so zu planen, dass sie auch für die Bedürfnisse von Schulunterricht geeignet sind. Der Projektwettbewerb wird im offenen Verfahren, anonym und einstufig ausgeschrieben, bei dem Gesellschaftliche Aspekte, die Wirtschaftlichkeit und Ökologische Nachhaltigkeit als Kriterien berücksichtigt werden. Mit dem Wettbewerb soll eine Verfasserschaft evaluiert werden, die ein innovatives und nachhaltiges Projekt mit hoher baulicher und ökologischer Qualität umsetzt. Eine Zusammenarbeit mit weiteren Fachleuten, z.B. aus den Bereichen Landschaftsarchitektur, Bauphysik, Statik, Ökologie usw. wird empfohlen, ist aber freiwillig.

Kontakt Vergabestelle
Stadt St.Gallen, HochbauamtNeugasse 1, 9004 St.Galleninfo.hochbauamt@stadt.sg.ch+41712245582
Unterlagen

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Auftraggeber
Stadt St.Gallen, Hochbauamt
Ort & Kanton
St.Gallen, St. Gallen
Verfahren
Offen
Fachbereich
Hoch- und Tiefbau
Fachgebiet Federführung
Architektur
Projektnummer
13481
Publikationsnummer
13481-02

Projektverlauf

Ausschreibung08.05.2025

Tagesbetreuung und Kindergarten Halden, Neubau Oberhaldenstrasse 15, St.Gallen

Die Schulanlage Halden wurde 1966 bis 1968 von den Architekten Glaus und Stadlin geplant bzw. gebaut, im Jahr 1969 eröffnet und im Jahr 1974 mit dem dritten Geb

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