Erweiterung/Neubau für Primarschule & ausserschulische Betreuung, Wolfacker Gemeinde Düdingen
Kinder unterschiedlicher Altersstufen mit unterschiedlichen Bedürfnissen, betriebliche Anforderungen bezüglich Flexibilität für heutige und zukünftige Unterrichtsformen, die Nutzbarkeit von Turnhalle und Aula für einen ausserschulischen Betrieb, die Topografie sowie die ortsbauliche Integration grosser Volumen in ein Wohnquartier - die Aufgabenstellung war in vielerlei Hinsicht äusserst komplex. Das Beurteilungsgremium war erfreut über die Vielfalt und die hohe Qualität der unterschiedlichen Lösungsansätze. Die Varianten mit einem, zwei oder drei Volumen mit den daraus resultierenden Aussenräumen haben sowohl bezüglich der Programmierung und Nutzungsanforderungen, der Topografie als auch bezüglich der ortsbaulichen Integration das Potential, aber auch die Grenzen der einzelnen Lösungsansätze aufgezeigt. Das Siegerprojekt "Esplanade" des Projektteams rund um Ramser Schmid Architekten GmbH, Zürich, Eberli Landschaftsarchitektur GmbH, Zürich, ARGE Timbatec + Aschwanden & Partner, Zürich und Hefti. Hess. Martignoni. Aarau AG, Aarau vermag die Anforderungen nahezu optimal umzusetzen. Es entstehen differenzierte Welten für Kinder unterschiedlicher Altersstufen, es verbleiben genügend Freiräume. Durch die präzise Setzung des Hauptvolumens wird die Anlage mit grosser Selbstverständlichkeit ergänzt und vermag sich ideal ins Quartier einzufügen. Die noch vorhandenen Mängel sind ohne Qualitätsverlust korrigierbar.
Fachpreisgericht: Sibylle Aubort Raderschall, Landschaftsarchitektin HTL BSLA SIA SWB, Raderschall Partner AG, Meilen Nicole Deiss, Dipl. Architektin ETH BSA SIA, Neon Deiss GmbH, Zürich Adrian Kramp, Dipl. Architekt ETH SIA BSA, ass. Prof. HEIA FR, Boegli Kramp Architekten AG, Fribourg Susanna Krähenbühl, Dipl. Architektin ETH, Susanna Krähenbühl Planung–Beratung–Begleitung, Bern Reto Mosimann, Architekt FH BSA SIA, ass. Prof. HEIA FR, spaceshop Architekten GmbH, Biel Brigitt Rüttner, Architektin FH, Baubiologin SIB, hb Architekten AG, Düdingen (Ersatz Fachpreisrichterin) Fritz Schär, Dipl. Architekt SIA BSA, Bern (Vorsitz des Preisgerichts) Sachpreisgericht: Eliane Aebischer, Co-Schuldirektorin Primarschule (2. Zyklus), Gemeinde Düdingen (Ersatz Sachpreisrichterin) Marianne Dietrich, Gemeinderätin, Ressort Liegenschaften, Kultur & Sport, Gemeinde Düdingen Urs Hauswirth, Gemeindeammann, Gemeinde Düdingen Anita Johner-Tschannen, Gemeinderätin, Ressort Bildung und Soziales, Gemeinde Düdingen Stephanie Tschopp, Co-Schuldirektorin Primarschule (1. Zyklus), Gemeinde Düdingen Expert/Innen: 2ap Abplanalp Affolter Partner, Bern, Christian Stähli und Pascal Stalder (Fokus Kosten/Wirtschaftlichkeit) CSD Ingenieure AG, Bern, Sandro Sigg und Tobias Henz (Fokus Nachhaltigkeit) Dacord AG, Bern, Stephan Bolliger und Martin Stalder (Fokus Gebäudetechnik) Abteilungsleiter Liegenschaften, Kultur & Sport, Gemeinde Düdingen, Emmanuel Hofstetter (Fokus Nutzung Schule und Bauherrin) Bauverwaltung Gemeinde Düdingen, Herbert Schaller (Fokus Baurecht), Ehem. Bauverwalter Gemeinde Düdingen Bereichsleiterin Familienexterne Betreuung, Bildung und Soziales, Gemeinde Düdingen, Bettina Werthmüller (Fokus Nutzung ASB) Hartenbach & Wenger AG, Bern, Maurice Hartenbach (Fokus Tragwerk) HP Misteli & Partner AG, Bern, Hans Peter Misteli und Adrian Zaugg (Fokus Gastrofachplanung) reflecta ag, Köniz, Carola Martino, Christian Ingold, Mirjam Schindler, Giulia Spirig (Fokus Allg. Rahmenbedingung, Raumprogramm, Nutzung) Siplan AG, Bern, Christoph Soland (Fokus Brandschutz)
Die Gemeinde Düdingen, eine der grössten Gemeinden im Kanton Freiburg, hat in den letzten Jahren ein starkes Wachstum erfahren. Die anhaltende, rege Bautätigkeit in der Gemeinde zeigt auch zukünftig ein weiteres Bevölkerungswachstum auf und die Attraktivität der Gemeinde – insbesondere bei jungen Familien – widerspiegelt sich unmittelbar in zusätzlichem Bedarf an Schulräumlichkeiten und Räumen für die ausserschulische Betreuung (ASB), in anderen Kantonen auch bekannt als Tagesschule. Die bestehende Primarschulanlage Wolfacker platzt aufgrund des Wachstums bereits heute aus allen Nähten und soll mit einem oder mehreren Neubauten ergänzt werden. Das Raumprogramm der vorliegenden Wettbewerbsaufgabe der zukünftigen Neubauten auf dem Wolfacker weist rund 6’000m2 Nutzfläche auf und beinhaltet 15 der 37 Klassenzimmer für Kindergarten und Primarstufe mit entsprechender Anzahl Gruppen- und Spezialräume, Einfachturnhalle, Aula sowie Räume der ASB. Der heute vernachlässigte Aussenraum soll im Zusammenhang mit der räumlichen Entwicklung umgestaltet und zu einem grünen, für jedes Alter kindgerechten, attraktiven Aussenraum gewandelt werden. Das Kostenziel von rund CHF 46 Mio. für BKP 1-9 ist richtungsweisend.