Projektwettbewerb "Chilematt", Neuheim
Das Preisgericht empfiehlt der Einwohnergemeinde Neuheim einstimmig das Projekt "Fächer" des Verfasserteams studio berardi miglio GmbH, Zürich zur Weiterbearbeitung. Dies aufgrund der besten Erfüllung der nachfolgenden und im Programm erwähnten Beurteilungskriterien: - Ortsbauliches Gesamtkonzept - Identität und Ausstrahlung - Formale Qualität der Bauten und Anlagen - Qualität der Aussen- und Freiräume - Bauliche- und betriebliche Anforderungen und Raumprogramm - Funktionsnutzen (innere Organisation und Zweckmässigkeit) - Nutzungsflexibilität (Nutzungsneutralität, Veränderbarkeit) - Gebrauchstauglichkeit - Erschliessung, Zugänglichkeit und Durchwegung - Materialwahl und Konstruktion (Verursachen von möglichst wenig grauer Energie, z. B. durch Holzbau; Langlebigkeit) - Etappierungskonzept (Gewährleistung durchgehender Kindergartenbetrieb) - Wirtschaftlichkeit der Grundrisse und Einhaltung des Raumprogramms (Einhaltung des Kostenrahmens) - Ressourcen- und Umweltschonung in der Erstellung und im Betrieb (Verhältnis von Erstellungskosten und Lebenszykluskosten) - Beitrag von Gebäude und Freiraum zum Stadtklima, Mikroklima und Hitzeminderung (Versickerung, Verdunstung, Begrünung etc.), Ökologie (Materialwahl, Biodiversität) - Funktionierender Betrieb: Logistik, Anlieferung, Entsorgung, Reinigung Der Gemeinderat folgt der Empfehlung des Preisgerichts.
Fachpreisgericht - Daniel Lengacher, Architekt ETH SIA BSA, Luzern (Vorsitz) - Felix Gut, Architekt HTL SIA BSA, Luzern - Simone Hänggi, Landschaftsarchitektin HTL BSLA, Bern - Christoph Eggenspieler, Architekt FH MAS ETH SIA, Zug (Ersatz) Sachpreisgericht - Martina Blättler, Gemeinderätin Soziales und Gesundheit - Pascal Niederberger, Rektor Schule Neuheim - Sabrina Doswald, Vertretung Ortsvereine - Deny Ammann, Sicherheit, Infrastruktur und Verkehr (Ersatz) Experten und Expertinnen - Nathalie Schümperlin, Kantonale Denkmalpflege Zug - Anton Rölli, Leiter Hausdienst und Support - Janine Bisig, Abteilungsleiterin Bau und Planung Gemeinde Neuheim Verfahrensbegleitung - Daniel Stalder, Architekt / Raumplaner ZEITRAUM Planungen AG - Michelle Debrot, Raumplanerin ZEITRAUM Planungen AG
Aufgrund des Bevölkerungszuwachses in Neuheim besteht dringender Bedarf nach einer Erweiterung der örtlichen Schulanlage. Sowohl die räumlichen wie auch finanziellen Ressourcen sind begrenzt. Nach der Ermittlung des Bedarfs nach Schulraum und Räumen für Gemeinde und Vereine konnte eine Priorisierung für eine etappierte Umsetzung der Gesamtraumschaffung festgelegt werden. Dabei steht ein Neubau für den Kindergarten, die schulergänzende Betreuung sowie für Vereinsnutzungen an oberster Stelle. Eine Folgeetappe stellt der Bau einer Einfachturnhalle dar. In Vorstudien konnten die vorhandenen Raumreserven überblickt und der bestmögliche Standort festgelegt werden. Der Neubau soll den akuten Raumbedarf kurzfristig wie langfristig decken sowie räumlich den Startschuss für die nachfolgenden Umsetzungsphasen bilden. Mit dem Projektwettbewerb ist die bestmögliche Platzierung des Neubaus für den Kindergarten und die Tagesstruktur sowie einer Einfachturnhalle am Standort zu eruieren, sodass sinnvolle Erweiterungsszenarien und Raumreserven für weitere Entwicklungsschritte auf dem Areal aufgezeigt werden können.