HUG - AMO - Therapeutischer Bereich OPERA R
Der therapeutische Bereich der Universitätsspitäler Genf (HUG) fasst die Aktivitäten der Krankenhausarzneimittelproduktion, der Zelltherapie und die damit verbundenen pharmazeutischen Logistikfunktionen zusammen, die für die Kontinuität der Arzneimittelversorgung des Spitalstandorts unverzichtbar sind. Diese Infrastrukturen befinden sich hauptsächlich auf Ebene R des 1993 erbauten Opéra-Gebäudes und weisen heute erhebliche technische Mängel auf, die insbesondere die HVAC-Systeme (Heizung, Lüftung, Klimatisierung, Sanitär, Elektrizität), die Rohrleitungsnetze und Versorgungssysteme, die Lagerflächen (Kühlräume und Hochsicherheitsräume) sowie die elektrischen und Sicherheitsinstallationen betreffen. Die fortschreitende Verschärfung der regulatorischen Anforderungen von Swissmedic und der GMP/GLP-Standards (Gute Herstellungspraxis) erfordern eine strukturelle Modernisierung, um die für die Produktion kritischer Behandlungen notwendigen Betriebsgenehmigungen zu erhalten. Ab dem 1. Januar 2027 werden die Produktionsinfrastrukturen die Anforderungen von Swissmedic nicht mehr erfüllen und benötigen eine Ausnahmegenehmigung, die an die Bedingung einer raschen Modernisierung der Anlagen gekoppelt ist. Der Entzug dieser Genehmigungen hätte erhebliche Auswirkungen auf die Patientenversorgung. In einem internationalen Kontext, der durch die Häufung von Arzneimittelengpässen und das schnelle Aufkommen innovativer Therapien geprägt ist, stellt die Fähigkeit der HUG zur lokalen Produktion eine strategische Herausforderung für die kantonale Gesundheitssicherheit dar. Die Lagierungsinfrastrukturen sind zudem zu klein und können nicht mehr eine ausreichende Arzneimittelbevorratung in diesem Versorgungsengpass-Kontext garantieren. Das vorliegende Projekt ist Teil des Programmes Nordzone (PZN), einem Referenzprogramm des Immobilienmasterplans des Standorts Cluse-Roseraie, das die Kohärenz der Massnahmen am Standort und eine koordinierte Governance gewährleistet. Phase 1 ist eine vollständig funktionionstüchtige und autonome Etappe. Sie zielt darauf ab, die Kontinuität der Behandlung und der geregelten therapeutischen Produktion zu sichern und gleichzeitig die Infrastrukturen gemäss den Swissmedic-Anforderungen konform zu gestalten. Diese Phase umfasst: – die Schaffung von übergeordneten Infrastrukturen auf dem Opéra-Gebäude mit Reinräumen gemäss BPF/Swissmedic-Anforderungen für die Apotheke und das LTCC sowie die erdbebensichere strukturelle Verstärkung des Opéra-Gebäudes; – die Renovierung/Erweiterung der pharmazeutischen Logistik und der Verwaltungsflächen auf Ebene R des Opéra-Gebäudes; Parallel zu diesen 2 Unterprojekten könnte eine Renovierung der Räumlichkeiten in der Roseraie 70 erforderlich sein, um Verwaltungs- und Technikflächen zu beherbergen. Dieses Unterprojekt wird als Option behandelt und wird zeitversetzt im Programm der Nordzone entschieden.