Erweiterung Schule Bellmund
Das Planungsteam von der ARGE Balmer Architektur GmbH und Sara Gelibter Architektin wird gestützt auf den Bericht des Beurteilungsgremiums vom 10.04.2026 von der Auftraggeberin für die Leistungen der SIA-Teilphasen 3-5 gemäss SIA-Ordnung 112 entsprechend den Ausführungen in der Ausschreibung (Programm), unter Vorbehalt der Kreditgenehmigung durch die finanzkompetenten Organe der Gemeinde, beauftragt.
Die Gemeinde Bellmund plant eine Erweiterung der Schulanlage und hat dafür einen Studienauftrag im selektiven Verfahren nach SIA-Ordnung 143 ausgeschrieben. Ziel ist es, das Raumangebot des Schulhauses durch einen Ergänzungsneubau zu erweitern und das bestehende Raumangebot zu op-timieren, um den Lehrplan 21 umzusetzen und einen zukunftsfähigen Schulbetrieb sicher zu stellen. Das bedeutet, dass flexible, multifunktionale Lernorte geschaffen werden, unter Einbezug des Aus-senraumes. Dieser besticht durch seine einmalige Lage mit Blick auf die Alpen und den Bielersee. Die Schulanlage besteht aus einem Hauptgebäude von 1972, einem umgebauten Bauernhaus, einer Turnhalle und weiteren Nebenbauten, die von der Planung nicht direkt betroffen sind. Eine Aufsto-ckung des Hauptgebäudes ist wegen der geltenden Bauvorschriften nicht möglich. Diese Ausschreibung basiert auf einem durch die direkt Betroffenen erarbeiteten Raumkonzept und einem daraus hervorgegangenen Strategiebericht für die Schulraumplanung. Dies soll der Schule Bellmund ermöglichen, ihr eigenes Profil und Identität zu entwickeln. Der Studienauftrag umfasst die Erarbeitung eines Gesamtkonzepts. Es beinhaltet die Anpassung und Umgestaltung der bestehenden Schulanlage (ca.2‘400 m²) sowie den Neubau mit ca. 1‘500 m² Schulraum. Die Präqualifikation erfolgt durch Einreichung von Bewerbungsunterlagen, die Referenzen und ein Motivationsschreiben enthalten müssen. Fünf Planungsteams werden für den Studienauftrag ausge-wählt und erhalten eine Pauschalentschädigung von CHF 23‘000 (ohne MwST). Der Studienauftrag wird in mehreren Phasen durchgeführt, darunter eine Startveranstaltung, eine Zwischenbesprechung und die Schlussabgabe der Projektdossiers. Die Beurteilung erfolgt nach Kriterien wie Architektur, Nutzung, Realisierbarkeit, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit. Das Ergebnis des Verfahrens dient als Grundlage für den Kreditantrag an die Bevölkerung und die Vergabe der Planungsleistungen an das siegreiche Team. Konformität: SIA 143