Staumauer Pont de la Tine + / Studien SIA 31 bis 33
Romande Energie ist Inhaber von Konzessionen für die Nutzung der Gewässer der Grande Eau als Kraftquelle, die drei Hauptstufen in Kaskade mit dem Stausee Lac d'Arnon an der Spitze umfasst (Fassungsvermögen: 11 Mio. m³): - Die Anlage Diablerets: (H=364,35 m, Q=1,75 m³/s, P=5,3 MW); - Die Anlage Pont de la Tine (H=256,31 m, Q=2,5 m³/s, Pnutz=5,7 MW aber Pinst=11,2 MW); - Die Anlage Farettes (H=361 m, Q=6,5 m³/s, P=21 MW). Die Anlage Pont de la Tine, Gegenstand der vorliegenden Ausschreibung, umfasst: - Die Wasserfassung Aviolats (seitliche Fassung vom Tiroler Typ mit Überfallwehr) erfasst das Einzugsgebiet der Grande Eau und den Turbinendurchfluss zum Kraftwerk Diablerets; - einen Zuleitungsstollen mit freier Oberfläche von 5,4 km Länge; - die Druckausgleichskammer Trappaz; - einen Druckschacht mit Durchmesser 1200 mm/1100 mm mit einer Gesamtlänge von 700 Metern; - Das Wasserkraftwerk ausgestattet mit 2 Pelton-Gruppen à 5,6 MW. Das detaillierte Fließschema der Kaskade der Grande Eau ist in der Plandokumentation enthalten (Anlage 12). Die aktuellen Merkmale der Kaskade sind das Ergebnis mehrerer Sanierungen/Leistungssteigerungen, insbesondere: - 1990, der Austausch des Druckschachts Pont de la Tine - der historische Druckschacht wird zum Ableitungsschacht - und der beiden Pelton-Gruppen zugunsten einer Leistungssteigerung, die es ermöglichte, den Ausbauwasserdurchfluss von 2 m³/s auf 5 m³/s und die installierte Leistung von 3,6 MW auf 11,6 MW zu erhöhen. Allerdings wurden die Wasserfassung Aviolats und der ursprüngliche Zuleitungsstollen beibehalten, was zur Folge hat, dass der Ausbauwasserdurchfluss auf 2,5 m³/s und die Nutzleistung auf 5,8 MW begrenzt ist. - 2016, die Leistungssteigerung der Anlage Farettes mit dem Aushub eines neuen Druckzuleitungsstollens, dem Austausch des Druckschachts und der beiden Pelton-Gruppen zugunsten einer Leistungssteigerung, die es ermöglichte, den Ausbauwasserdurchfluss von 2,5 m³/s auf 6,5 m³/s und die installierte Leistung von 7,5 MW auf 21 MW zu erhöhen. So beabsichtigt das vorliegende Projekt, die Leistungssteigerung mit einem Wasserdurchfluss von 5 m³/s der Anlage Pont de la Tine, die 1990 eingeleitet wurde, umzusetzen mit: - Der Umgestaltung der Wasserfassung Aviolats; - Dem Aushub eines neuen Zuleitungsstollens, der sowohl unter Druck als auch mit freier Oberfläche betrieben werden kann, um eine tägliche Speicherung/Entspeicherung und Spitzenlastproduktion zu gewährleisten; - Der Stillegung des derzeitigen Zuleitungsstollens und der Definition eines Überwachungsplans, um zu überprüfen, dass er keine Auswirkungen auf die Umwelt und Dritte hat; - Der Demontage der Druckausgleichskammer Trappaz. Die vorliegende Ausschreibung für die Studien der Phasen SIA 31 bis 33 folgt auf eine Machbarkeitsstudie SIA 21.