Als bevölkerungsreichster und wirtschaftsstärkster Kanton der Schweiz ist Zürich auch der aktivste Ausschreiber von Architektur- und Planungswettbewerben. Städte wie Zürich, Winterthur, Uster, Dübendorf, Schlieren, Dietikon, Adliswil und Regensdorf veröffentlichen regelmässig neue Projekte: Schulhäuser, Turnhallen und Schwimmbäder, Quartiersentwicklungen, Verwaltungsgebäude, kulturelle Einrichtungen und Freiraumgestaltungen. Das Amt für Hochbauten der Stadt Zürich (AHB) ist schweizweit bekannt für faire und transparente Ausschreibungsverfahren und begleitet jährlich Dutzende von Planungsaufgaben unterschiedlichster Grösse.
Die meisten Wettbewerbe laufen als offener Projektwettbewerb nach SIA-Ordnung 142. Schulhausbauten und Erweiterungen bestehender Schulanlagen machen rund 30 % aller kantonalen Ausschreibungen aus; Haupttreiber ist der anhaltende Bevölkerungszuwachs mit steigendem Schulraumdruck. Bei Projekten ab CHF 5 Mio. Bausumme sind selektive Verfahren mit Präqualifikation üblich, für städtebaulich komplexe Fragestellungen werden Studienaufträge nach SIA 143 bevorzugt. Das Portfolio umfasst zudem Wohnüberbauungen, Gemeindezentren, Feuerwehrhäuser, Sportanlagen und kommunale Verwaltungsgebäude. ETH Zürich, ZHAW, PH Zürich und ZHdK sind als Hochschulen wiederkehrende Auftraggeberinnen für Bildungs- und Kulturbauten.
Aktuelle Schwerpunkte liegen auf Verdichtungsprojekten im Limmattal, in Schlieren-Altstetten und in den wachsenden Agglomerationsgemeinden, wo Industrie- und Gewerbeareale zu gemischten Wohn- und Arbeitsnutzungen umgenutzt werden. Klimagerechte Sanierungen öffentlicher Gebäude nach Minergie oder SNBS gewinnen laufend an Gewicht. Neue Schulareale mit integrierten Aussenraumanlagen sowie Umnutzungen von Industriehallen zu Kulturzentren gehören ebenfalls zu den prägenden Aufgaben. Grosse nationale und internationale Architekturbüros nehmen regelmässig teil.