Graubünden ist der flächenmässig grösste Kanton der Schweiz und mit drei Amtssprachen (Deutsch, Rätoromanisch, Italienisch) ein besonderer und vielfältiger Ausschreibungsstandort. Chur als Kantonshauptstadt sowie Tourismusorte wie Davos, Arosa, Klosters, Flims, Laax, St. Moritz und Pontresina schreiben regelmässig Projekte aus. Thematisch dominieren alpine Architektur, Tourismusinfrastruktur, Schulbauten, Sanierungen historischer Ortsbilder und alpine Schutzbauten. Das Hochbauamt Graubünden begleitet kantonale Projekte und setzt klare Qualitätsstandards.
Graubünden ist bekannt für eine vorbildliche Ausschreibungskultur mit starker Tradition der Baukulturförderung. Der Kanton setzt auf qualitätssichernde Verfahren nach SIA 142 und SIA 143; bei grossen Tourismusinfrastrukturprojekten kommen häufig Gesamtleistungswettbewerbe oder zweistufige Verfahren zum Einsatz. Chur steht für integrierte Stadtentwicklung mit architektonischem Anspruch. Bei Bergbahnprojekten und touristischen Gesamtentwicklungen arbeiten Hoch- und Tiefbau eng zusammen.
Die rätoromanische Sprachregion Surselva und das Engadin bringen spezifische Bauaufgaben hervor, die das Spannungsfeld zwischen alpiner Bautradition und zeitgenössischer Architektur widerspiegeln. Internationale Architekturbüros nehmen regelmässig an Graubündner Wettbewerben teil, besonders in den bekannten Tourismusdestinationen. Büros aus dem nahen Vorarlberg, der Ostschweiz und aus Norditalien beteiligen sich ebenfalls.