Appenzell Innerrhoden ist der bevölkerungsärmste Kanton der Schweiz und weist das geringste Ausschreibungsvolumen auf. Appenzell als Kantonshauptstadt ist der einzige Ausschreibungsstandort von Bedeutung. Schulhäuser und öffentliche Bauten stehen im Vordergrund; der charakteristische Appenzeller Baustil mit seinen Holzfassaden, den typischen Giebeldächern und den traditionellen Hausformen prägt das bauliche Bild des Kantons stark.
Der Kanton ist bekannt für seinen sorgfältigen Umgang mit der baulichen Tradition und die Pflege des überlieferten Appenzeller Hauses. Wettbewerbe sind selten, stossen aber auf regionales und überregionales Interesse und werden meist als offene Projektwettbewerbe nach SIA 142 ausgelobt. Denkmalschutz und Ortsbildpflege spielen bei Eingriffen im historischen Dorfkern von Appenzell eine zentrale Rolle. Büros aus St. Gallen und der Ostschweiz nehmen an den seltenen Wettbewerben teil.
Das Tourismus-Potenzial des Alpsteins, der Ebenalp mit der Wildkirchli-Höhle und der Nähe zum Bodenseeraum bringt gelegentlich Projekte für Freizeitinfrastruktur und gastgewerbliche Bauten. Ausschreibungen verlangen Sensibilität gegenüber der gewachsenen Dorfstruktur, dem regionalen Bauhandwerk und der lebendigen Volkskunsttradition.